Mittwoch, 1. Oktober 2008

Gottesdienste

Die Evangelische Gemeinde Deutscher Sprache in Seoul feiert in der Regel an jedem 1. und 3. Sonntag im Monat um 17 Uhr Gottesdienst in der International Lutheran Church in Hannam-Dong.
Achtung: Einige Gottesdienste sind auch im Internationalen Katholischen Zentrum, das ca. 200 Meter vom Lutherischen Zentrum auf derselben Strassenseite Richtung Han-Fluss entfernt ist.

Die Gemeinde beteiligt sich aktiv am Gottesdienst, u.a. bei Lesungen und Gebeten. Häufig gibt es im Gottesdienst einen Musik- oder Liedvortrag. Regelmäßig feiern wir das Abendmahl.

Von Zeit zu Zeit finden besondere Gottesdienste statt.

Nach dem Gottesdienst wird eingeladen zum Kirchenkaffee.

Gäste sind herzlich willkommen!

Zeitplan:
21.06.09 17.00 Uhr Internationale Lutherische Kirche - Abendmahlsgottesdienst - Abschied Famlie Sonntag
Sommerpause
23.08.09 17.00 Uhr Internationale Luth.Kirche
06.09.09 17.00 Uhr Internationale Luth.Kirche


Kindergottesdienst findet gleichzeitig zu den Gottesdiensten statt.
Wir beschäftigen uns mit dem Buch Tobith und den Engeln.


Weitere Veranstaltungen
Der ökumenische Bibelkreis trifft sich erst wieder nach der Sommerpause.

Der ökumenische Kirchenchor trifft sich montags um 19.30 Uhr im kath.Pfarrzentrum (Nachfragen unter Tel.: 010-47179502 C.Faßbender).





Aktuelles

Des Geistes Zeugnis

Wir glauben wider den Augenschein;
wir glauben nicht, weil wir sehen:
Das innere Zeugnis des Geistes ist´s,
das uns den Kampf läßt bestehen.


Die Augen, sie sehen Bosheit und Trug,
sehn Zufall und blindes Verderben.
Der Geist wirket Zeugnis unserem Geist,
daß wir Gottes Kinder und Erben.

Wir wissen nicht, was wir beten solln,
wie sichs vor dem Heiligen gebühret.
Der Geist, er hilft unserer Schwachheit auf;
wir haben sein Seufzen verspüret.

Und wenn unsere Herzen matt und leer,
wenn wir an uns selber verzagen:
Wir halten uns an der Hand, die uns hält,
lernen kindlich das Abba sagen.
(Lindolfo Weingärtner)

Kontakt: Gemeindekirchenrat - Lageplan

Gemeindekirchenrat

Bok-Min Jung 011 – 223 4238

Roger Knecktys 010-4697-2377

Michael Menke 422-3511

Hyun-Kyung Park 010-9170-0502

Claudia Schmitz 7484-113

Ralf Sonntag 749-7753

Pfarrer Dr.Jürgen Denker 795-0393

el.Post: juergen.denker@web.de; egds.seoul@web.de


Hier finden Sie Pfarrwohnung und Kirche:


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Tägliche Bibellese

Mit der Bibel durch die Woche - 17.05.09-23.05.09
Wochenspruch: Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet (Psalm 66,30)
Sonntag, 17.05.09 - Lied 400: Ich will dich loben meine Stärke
Psalm 63
„Gesundheit ist das höchste Gut“, so sagt man mir. „Die Gnade Gottes ist noch wichtiger“, würde der Beter des Psalmes antworten. Sein Leben ist bedroht (10). Doch er ist gewiß, daß Gott ihm das Leben bewahren wird. Auch der König wird auf seiner Seite stehen (12). Im Gotteshaus ist seine Liebe zu Gott und seiner Güte entstanden (3-4), nun muß er davon erzählen (4-5), von seiner verzehrenden Sehnsucht nach Gott (2.6-9). In dieser Gemeinschaft ist ihm die Zuwendung Gottes zu ihm wichtiger als selbst das Leben.
Montag, 18.05.09 - Lied 581: Ich und mein Haus, wir sind bereit:
Kolosser 3,18-4,1
Die Haustafeln waren in der Antike Ratgeber für die Führung eines Haushaltes, der damals ja möglichst weitgehend Selbstversorger war. Dazu mußten alle an einem Strick ziehen, darum die Ermahnungen an Frauen, Männer, Kinder, Sklaven in einem Hausstand. Während die heidnischen Haustafeln von der Ermahnung zur Unterordnung unter den Hausvater geprägt sind, so diese Haustafel von der Verantwortung vor dem Herrn. Vers 17 ist die Überschrift zu den Ermahnungen: „Tut alles im Namen des Herrn“. Nicht Unterordnung und Gehorsam stehen im Vordergrund dieser Haustafel, sondern das Bedenken des eigenen Tuns im Angesicht Gottes.
Dienstag, 19.05.09 - Lied 550: Licht, das in die Welt gekommen
Kolosser 4,2-6
Das letzte Kapitel hat die Mission zum heimlichen Mittelpunkt; die Mission setzt den Anspruch Jesu auf Herrschaft in die Tat um. Dazu bedarf es des Gebetes. In ihm findet der Christ Gewißheit. Denn als Ausrüstung hat der Missionar nichts anderes zur Verfügung als das Wort. Freundlich soll das Wort des Christen sein und doch zugleich einen deutlichen und unverwechselbaren Eindruck hinterlassen, also kein Einstimmen in das, was alle sowieso sagen. Heutzutage muß christliche Rede deutlich die Unterschiede zur gegenwärtigen Gesellschaft und ihrem Denken aufzeigen, etwa zu der Irrlehre, daß alles relativ sei.
Mittwoch, 20.05.09 - Lied 587: Dein Wort, o Herr, bringt uns zusammen
Kolosser 4,7-18
Am Ende eines Briefes stehen die Grüße, wichtiger als bei uns heute, da es keine regelmäßige Post und kein Telefon gab. Tychikus und Onesimus werden den Brief überbringen. Paulus hebt die missionarischen Bemühungen des Epaphras um die Nachbargemeinden Laodizäa und Hierapolis hervor. Mit dem Austausch von Briefen will Paulus den Kontakt der Gemeinden untereinander fördern. So soll ein intensives Netzwerk von Beziehungen im gemeinsamen Bemühen um die Mission entstehen. Gegenseitiger Austausch und Besuch ist für christliche Gemeinden wichtig, ob auf regionaler Ebene oder in partnerschaftlichen Beziehungen zu Gemeinden im Ausland oder anderen Landeskirchen.
Donnerstag, 21.05.09 - Lied 362: Ein feste Burg
Jakobus 1, 1-11
Der vollkommende Mensch ist für Jakobus nicht der moralisch einwandfreie Mensch, sondern der mit sich versöhnte, der nicht in sich gespaltene.Anfechtung und Prüfung führen den Glauben in die Klarheit der Einsicht. Sie enthüllen, was an letzter Klarheit fehlt, so daß der Zweifel überwunden ist. Situationen der Anfechtung können Ratlosigkeit, Armut und auch Reichtum sein.

Freitag, 22.02.09 - Lied 363: Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn
Jakobus 1, 12-18
Jakobus gibt den Anfechtungen zwar einen positiven Sinn. Er führt sie aber nicht auf Gott zurück. Gott hat einen vollkommenen, in sich nicht zerrissenen Menschen geschaffen. Es ist der innere Trieb des Menschen, der zur Sünde und im Ergebnis zum Tod führt. Jakobus fragt nicht, woher das Böse komme. Er ist nicht an metaphysischen Aussagen , sondern an der praktischen Gestaltung des Lebens interessiert. Allen Entschuldigungen wird so ein Riegel vorgeschoben und der Mensch auf seine Aufgabe hingewiesen, mit seinen Gaben, auch mit den Trieben, verantwortungsvoll als Kind Gottes umzugehen.
Samstag, 23.05.09 - Lied 495: O Gott, du frommer Gott
Jakobus 1, 19-27
Alles verantwortliche Tun kommt aus dem Hören und Bedenken, nicht aus dem Bauch. Darum ist das Hören auf Gottes Wort notwendig. Doch das Hören und Tun sollen nicht auseinanderklaffen. Auch im Denken und Tun soll der Mensch nicht in sich gespalten sein. Im Tun dessen, was Gottes Wille gebietet, wird der Mensch Freude und Glück und damit seine eigene Freiheit erfahren. Nicht in Zweifel und Orientierungslosigkeit bleibt der Mensch gefangen, sondern er wird durch das Gesetz zu sinnvollem Tun angeleitet.
Dr.Jürgen Denker
Mit der Bibel durch die Woche - 24.05.09- 31.05.09
Wochenspruch: Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen (Johannes 12,32)
Sonntag, 24.05.09 - Lied 651 Ubi caritas
Jakobus 2, 1-13
In Anlehnung an Sirach 32, 16-17 folgt hier auf das Stichwort „Waisen und Witwen“ (1,27) das Thema „Gott kennt kein Ansehen der Person“. Daß die Verkündigung des Evangeliums die Verfolgung wirtschaftlicher Interessen durch wohlhabende Bürger stören kann, bezeugt die Apostelgeschichte, etwa Kapitel 16, 16-24. Die Bevorzugung Reicher wäre eine Verletzung des Liebesgebotes, damit ein Vergehen gegen den königlichen Willen Gottes. Hinter der einzelnen Übertretung steht immer die Auflehnung gegen Gott. In der Gehorsamsbindung an Gott findet der Mensch Freiheit (Kapitel 1,25), etwa von der liebedienerischen Behandlung eines reichen oder einflußreichen Menschen. Wenn der Mensch statt dessen die Barmherzigkeit des Liebesgebote tut, dann darf er auf die Barmherzigkeit Gottes in der abschließenden Sichtung des Lebens hoffen.
Montag, 25.05.09 - Lied 341: Nun freut euch lieben Christen g`mein
Jakobus 2, 14-26
Um das Zusammengehen von Wort und Tat ging es immer wieder im Jakobusbrief. So wie der glückliche Mensch nicht in sich gespalten ist so sollen auch Tun und Reden nicht gespalten sein. Genausowenig dürfen im Glauben Wort und Tat auseinandergerissen werden. Während Jakobus Glauben hier als ein Fürwahrhalten kennzeichnet, das auch widergöttlichen Mächten eigen ist, ist für Paulus der Glaube ein Vertrauen. Und Vertrauen hat natürlich ein entsprechendes Handeln zur Folge. Anders als Paulus (Römer 4) versteht Jakobus Abraham als Gerechten, dessen Gerechtigkeit durch Gott festgestellt wird. Paulus hingegen sieht Abraham als den Sünder, den Gott gerecht macht, so daß er Werke des Vertrauens vollbringen kann. Während bei Paulus der Glaube Werke nach sich zieht, ist er bei Jakobus ein Diener der Werke, die zur Annahme durch Gott führen. Freilich verstehen Paulus und Jakobus unter „Glaube“ nicht dasselbe.
Dienstag, 26.05.09 - Lied 231: Dies sind die heilgen zehn Gebot
Jakobus 3, 1-12
Nicht nur Reden und Tun sollen nicht gespalten sein, auch das Reden selber nicht. Auch das gehört zu einem vollkommenen Menschen, also nicht des moralisch einwandfreien, sondern des mit sich versöhnten, nicht in sich gespaltenen Menschen. Neben der Nichtbeachtung des dritten Gebotes ist es vor allem das achte Gebot, das am häufigsten mißachtet wird. Wir kennen alle das Gerede über andere. Wir sollen es uns als versöhnte Menschen zur Regel machen, das, was wir über andere hören und sehen, zu ihren Gunsten auszulegen. Martin Luther sagt zum achten Gebot: „Wir sollen unseren Nächsten entschuldigen, Gutes von ihm reden und alles zum Besten kehren“.
Mittwoch 27.05.09 - Lied 421: Verleih uns Frieden ewiglich
Jakobus 3, 13-18
Die Zunge kann viel Unheil anrichten, insbesondere kann sie Spaltungen und Zwistigkeiten herbeireden. Deshalb stellt Jakobus die göttliche Weisheit der irdischen, menschlichen gegenüber, den Frieden dem Streit. Spaltungen sind Produkt irdischer Weisheit, Friede Frucht göttlicher Weisheit. Auch hier ist wieder der versöhnte Mensch das Ziel des Abschnittes, der Mensch, der in Frieden und Harmonie mit sich, der Welt und Gott lebt und der den Frieden erben wird, der den Friedfertigen verheißen ist.

Donnerstag, 28.05.09 - Lied
Jakobus 4, 1-13 389 Ein reines Herz, Herr, schaff in mir
Die Zwiespältigkeit im Menschen hat ihre Ursache nicht in fremden Mächten, sondern im inneren Streit des unversöhnten, eben in sich gespaltenen Menschen. So ist der unversöhnte Mensch hin- und hergerissen zwischen Gott und den materiellen Gütern. Darum nennt ihn Jakobus einen Ehebrecher, Abtrünnigen. Im radikalen Gehorsam gegen Gott wird der Mensch seinen Wankelmut ablegen können und das Heil Gottes erlangen.

Freitag, 29.05.09 - Lied 149 Es ist gewißlich an der Zeit
Jakobus 4, 13-5,6
Die Worte über die Kaufleute, die wie selbstverständlich ihre Pläne schmieden, die sich in Sicherheit wiegen, konfrontieren den Menschen mit der Vergänglichkeit seines Lebens und dessen, was er zusammenrafft. Man kann aus dieser Tatsache die persönliche Folgerung ziehen, das Leben genießen zu wollen, solange man lebt, wie es viele heute tun. Doch täuscht sich solche Haltung über die Wirklichkeit hinweg, daß nämlich das Leben abschließend gesichtet werden wird. Das Wort „Schlachttag“ mag den Festtag des Reichen bezeichnen, zugleich aber ist es in der Sprache der Propheten der Gerichtstag Gottes. Das Wort macht damit den Widersinn des Genußlebens der Reichen deutlich, die von dem drohenden Gericht nichts ahnen.
Samstag, 30.05.09 - Lied 152: Wir warten dein, o Gottessohn
Jakobus 5, 7-12
Die Verse 7 sowie 8 und 10 und 11 reden vom geduldigen Warten auf die Wiederkunft Jesu, wohlgemerkt von der Geduld in der Erwartung, nicht von der Geduld im Ertragen ungerechter Verhältnisse. Aus dem Rahmen fallen die Verse 9 und 12, die von der inneren Klage gegen Mitbrüder und –schwestern sowie vom Schwören reden. Letzteres ist nicht notwendig, da jedes Wort eines Christen ein deutliches und klares, nicht ein gespaltenes Wort sein soll. Ob es einen inneren Zusammenhang dieser beiden Verse zu den übrigen vier gibt, ist bis heute nicht deutlich.

Sonntag, 31.05.09 - Lied 387: Mache dich, mein Geist bereit
Jakobus 5, 13-20
Mit dem Warten auf das Kommen Gottes ist das Gebet verbunden. In der Heilung von Krankheit wird das Kommen des Gottesreiches vorweggenommen (Lukas 11,20). Daß zur Genesung der Beitrag der Seele gehört, ist heute unbestritten. Die Ölung ist keine letzte Ölung, also Vorbereitung auf das Sterben, sie soll vielmehr gesund machen. Entweder wegen der heilenden Wirkung des Öles oder wegen der exorzistischen Kraft. Daß Krankheit auch Folge von Fehlverhalten sein kann ist deutlich ausgesprochen, ohne daß immer ein Zusammenhang von Sünde und Krankheit vorliegen muß. Regeln über den Umgang mit Irrlehrern stehen oft am Ende von Briefen (Römer 16, 17-20, 2. Thess. 3,14-16), denn Irrlehrer gelten als Hinweis auf den bald wiederkommenden Herrn
Dr.Jürgen Denker
Wegen der Sommerpause wird die tägliche Bibellese zunächst eingestellt. Die Gemeinde hofft und betet darum, bald einen neuen Seelsorger in ihrer Mitte willkommen heißen zu können.

Unser Pfarrer-Ehepaar






















Dr. Jürgen Denker und Ok-Hi Park-Denker


Ich bin am 24.12.1942 in Potsdam geboren. Die Kriegs- und Nach­kriegswirren haben es mit sich gebracht, dass meine Familie häufig den Wohnort gewechselt hat. Ich habe 1962 mein Abitur in Landshut in Niederbayern gemacht. Nach Studium und Promotion bin ich Vikar in Dachau gewesen, dann Pfarrer und Dozent für Neues Testament in Santiago de Chile ( in der Zeit der Diktatur Pinochets) und in Buenos Aires / Ar­gen­tinien (zur Zeit des Falklandkrieges). Nach der Rückkehr nach Deutschland Ende 1985 habe ich als Pfarrer in Ohrenbach und Rothenburg (beide Kreis Ansbach) gearbeitet. Ich war Leiter des evangelischen Bildungswerkes und des Eine-Welt-Vereins sowie Obmann für die Diasporadienste, jeweils im Dekanat Rothenburg. 1990 habe ich meine Frau Ok-Hi Park-Denker geheiratet. Aus erster Ehe habe ich eine verheiratete Tochter. Etwa alle vier Jahre sind meine Frau und ich in Korea gewesen. 1999 bin ich zusammen mit meiner Frau in den Ruhestand gegangen. Wir sind nach Colmberg zwischen Rothenburg und Ansbach zu meiner Mutter gezogen. 2000, 2003 und 2004 war ich für jeweils drei Monate als Dozent für Neues Testament in Chile tätig.

Meine Frau ist am 25.3.1939 auf der Insel Aphaedo geboren, hat den Koreakrieg miterlebt und wäre in seinem Gefolge beinahe an einer Tuberkulose und der Knappheit von Penizilin gestorben, hätte ihr nicht ein christliches Krankenhaus in Mokpo geholfen. 1964 ist sie als Kran­ken­pflegeschülerin nach Deutschland gekommen und hat nach einer Ausbildung in Bad Liebenzell als Missionarin unter den Koreanern, vor allem korea­nischen Krankenschwestern, in der Bundesrepublik gewirkt. Sie hat Ge­mein­den in Stuttgart und Wuppertal gegründet, in den letzten beiden Jahren eine kleine Gemeinde in Ulm aufgebaut. Dort wurde sie am 12.8.2007 ver­abschiedet. Für ihre Arbeit hat meine Frau im Jahr 2000 das Bundes­verdienstkreuz erhalten. Ihre Verwandtschaft lebt heute in Seoul und Um­ge­bung.

Predigten

Im folgenden finden Sie eine Predigt zu Johannes 6,66-69 (Konfirmation) und auf koreanisch zu Johannes 11.

Gnade ist mit uns und Friede von Gott unserem Vater und unserem Herr n Jesus Christus!Wir hören den Predigttext aus Johannes 6,66-69
Liebe Konfirmanden! Liebe Gemeinde!
„Herr, wohin sollen wir gehen?“ Vor dieser Frage stand ich seinerzeit, 1974/75, in Chile. Mit meinem Kollegen in Santiago zusammen war ich von der evangelischen Gemeinde entlassen worden, weil ich einen Arbeitsvertag nicht unterschreiben konnte und wollte, der meine Tätigkeit als Pfarrer auf die Leitung und Gestaltung von Zeremonien beschränkt hätte und der von der Evangelischen Kirche in Deutschland auch nicht gebilligt worden wäre. Nicht Pfarrer, sondern Zeremonienmeister – das entsprach nicht meiner und meines Kollegen Anschauung vom Dienst eines Pfarrers, das widersprach dem Gelöbnis, das ich bei der Ordination zum Pfarrer abgelegt hatte. Es war die Zeit der Militärdiktatur des General Pinochet, in der viele Menschen wegen ihrer politischen Überzeugung gefoltert und getötet wurden, spurlos verschwunden, in einen Hubschrauber des Militärs gepackt und dann über dem offenen Meer aus dem Hubschrauber geworfen.
Natürlich hat es mich belastet, von der Gemeinde, von der ich berufen worden war, entlassen worden zu sein. Ich war mit der Bereitschaft nach Chile gekommen, mich auf dieses andere Welt einzustellen. Doch bevor ich noch recht hatte Fuß fassen, geschweige denn etwas auf die Beine hätte bringen können, war ich schon entlassen. Aber wenn es um grundlegende Dinge des Glaubens geht, dann, denke ich, muß man auch bereit zu sein, dafür einzustehen, und die Folgen und eventuelle Nachteile auf sich nehmen. Der Auftrag und das Gelöbnis der Ordination wie überhaupt die bewußte Entscheidung für den christlichen Glauben waren mir damals eine wesentliche Hilfe. Eure Ordination, liebe Konfirmanden, ist die Konfirmation heute. Das Versprechen der Konfirmation durchzuhalten, ist heute nicht ganz einfach. Denn die Gesellschaft in Deutschland ist nicht christlich. Sie ist beherrscht von einem Humanismus ohne Gott. Jeder meint, er sei ein guter Mensch; das sei genug, Gott sei dazu nicht nötig. Man ist ein guter Mensch, weil jeder ja irgend etwas für seine Mitmenschen tut, ob Arbeitsplätze schaffen oder erhalten, ob Spenden für bedürftige Menschen geben, ob ehrenamtlich tätig sein, ob als Arzt Menschen heilen, ob als Wissenschaftler Erfindungen zu machen, mit denen das Leben der Menschen leichter wird. Freilich, was denn gut sei, das bestimmen alle selber. Jesus hingegen sagt, nur einer sei gut, Gott. Er ist es, der das Tun der Menschen beurteilt. Wir sind umgeben von lauter Menschen, die wissen, was gut ist und darum die anderen und ihr Tun kritisieren und schlecht machen. Ganz besonders beliebt ist es, den Ruf von Institutionen zu beschädigen. Das kostet nichts, läßt den Sprecher als guten Menschen erscheinen, um die Menschen besorgt. Ihr habt zum 8. Gebot gelernt: „Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unseren Nächsten nicht belügen, verraten, verleumden oder seinen Ruf verderben, sondern ihn entschuldigen, Gutes von ihm reden und alles zum Besten kehren“. Als Christen haben wir unseren Grund nicht in uns selbst, sondern in einem anderen, in Gott. Darum beteiligen wir uns an dieser Kritikastergesellschaft nicht, sondern versuchen zu entdecken, wie wir alles zum Besten kehren können. Was gut ist, das bleibt dem Urteil Gottes überlassen. Im Beichtgottesdienst gestern habt ihr das erlebt: Gott macht uns als Christen gut, nicht wir erklären uns für gut. So sind wir Christen anders als die gottlose Gesellschaft um uns. Ich möchte euch Konfirmanden wünschen, daß euch euer Versprechen in eurem Leben eine Hilfe sein wird, in den Verlockungen des Lebens ein klare Linie zu behalten und in seinen Krisen an dem einmal bekannten Glauben Halt zu finden. Dazu gehört, daß ihr euren Glauben bewußt praktiziert und nicht bloß am Sonntag konsumiert. Die bewußte Entscheidung für Jesus ist mehr als ein Versprechen. Es ist der Anfang einer Richtung, die meinem Leben Orientierung verleiht. Wer sich zu Jesus bekennt, der gewinnt ein Stück Freiheit gegenüber den vielfältigen Ansinnen und Anforderungen, die auf einen zukommen. Freiheit deshalb, weil ihr eine Orientierung habt und so unterscheiden könnt, worauf ihr eingehen könnt und worauf nicht. Zu solcher Freiheit, denke ich, könnt ihr euch von eurem Gelöbnis führen lassen.
In Chile waren wir nun entlassen. Was sollten wir tun, wohin sollen wir gehen? Nach Deutschland zurückkehren? Dieser Weg stand uns ohne weiteres offen. Einige Kollegen taten es; sie waren schon längere Zeit in Chile gewesen. Ihr Vertrag würde bald auslaufen. Mir wurde angeboten, nach Brasilien zu gehen. Aber ich bin in Chile geblieben. Warum bin ich geblieben? Im Nachhinein sehe ich verschiedene Motive. Aber eines war eigentlich immer klar: Ich hatte die Aufgaben in Chile gesehen, ich mußte dort bleiben.“Du hast Worte des ewigen Lebens“, so sagt Petrus zu Jesus. Worte, die Mut zum Leben machen, die Orientierung und Wegweisung für den Lebensweg geben. In Chile haben meine Kollegen und ich das seinerzeit erfahren. Für unsere Arbeit als Pfarrer hat uns die Bibel Orientierung gegeben. Jesus beschreibt nach dem Lukasevangelium seine Sendung mit den Worten aus dem Propheten Jesaja: „Der Geist des Herrn ist bei mir … zu verkünden das Evangelium den Armen; er hat mich gesandt zu predigen den Gefangenen, daß sie los sein sollen, den Blinden, daß sie sehend werden, den Zerschlagenen, daß sie frei und ledig sein sollen“. Um Lebensmut, ja noch mehr, um die einfache Möglichkeit zu leben, geht es in diesen Worten; Worte des Lebens zu schenken, das ist Jesu Auftrag. Wenn man als Arzt tätig ist, dann kommt es nicht nur darauf an, die richtige Diagnose zu stellen und die richtigen Heilmethoden anzuwenden, sondern auch darum, in dem Patienten den Lebensmut zu wecken. Das ist oft schon die halbe Heilung. Worte des Lebens zu bringen, das ist die Aufgabe eines jeden Christen, nicht nur des Pfarrers. In der Militärdiktatur in Chile damals ging es vielfach um das nackte Überleben. Menschen, die nicht wußten, was sie morgen essen sollten, Menschen, denen der Besuch der Uni verwehrt wurde, Menschen, die von anderen denunziert wurden. Ich denke an eine Frau mit drei Kindern. Der Mann war tot, der Sohn war schon lange fort, auf See, wo auch immer. Die beiden Töchter konnten sich nicht vertragen. So denunzierte die eine ihre Schwester bei der Geheimpolizei. Von der Verleumdung hatten wir vorhin beim 8. Gebot schon gehört. Verhaftung und Folter waren die Folge, schließlich die Ausweisung nach Kanada. Und die Mutter mußte nun mit der Tochter leben, die ihre Schwester denunziert hatte. Die Denunziantin wollte nun einen Franzosen heiraten und dann nach Frankreich ziehen. Ich sollte sie trauen. Sollte, konnte ich da nur Zeremonienmeister sein? Die Mutter hatte drei Kindern das Leben gegeben und nun würde sie allein zurückbleiben. Sie brauchte wirklich Worte und Taten des Lebens. Worte des Lebens – Jesus hatte sie und ich mußte sie weitergeben. Auch ihr sollt diese Worte zum Leben weitergeben. ES wird ganz wichtig sein, daß ihr die Unverletzlichkeit und Unversehrtheit, kurzum die Würde des Menschen nicht nur achtet, sondern auch verteidigt. Seid euch dessen bewußt: Jeder Mensch ist ein Geschöpf Gottes, und jeder Mensch kann Gottes Kind werden. „Du hast Worte des ewigen Lebens“, sagt Petrus. Wir haben über das Wort „Leben“ nachgedacht. Das Wort „Ewig“ will uns noch einen Schritt weiterführen. Ewiges Leben ist ja nicht anderes als Leben in Gottes Gegenwart. Den Worten Jesu nachzuleben, unser Leben an seinem Wort zu orientieren, das ist dann nichts anderes als den Spuren Gottes, des Urquells des Lebens, nachzugehen. Den Lebensworten Jesu nachzufolgen, heißt somit, sich auf das Leben in Gottes Nähe zu rüsten. Wer sich in dem Leben, das ihm geschenkt ist, nicht in die Lebensweise Gottes einübt, der ist für das ewige Leben nicht geeignet. Unser aller Leben ist ein Leben der Vorbereitung, der Vorbereitung auf das Leben in Gottes Nähe und Reich. Euer grüner Zweig, das Gesangbuch und das weiße Tuch sind ein Symbol dafür. Der grüne Zweig ist das Symbol für das Leben, das Gesangbuch für das Leben mit Gott und das weiße Tuch für das Leben über den Tod hinaus. Euer Leben, liebe Konfirmanden, hat sein Ziel nicht in sich selbst, sondern außerhalb allen menschlichen Vermögens, außerhalb aller unserer Tage auf dieser Erde. Die Worte Jesu sollen euch dahin führen. Gott gebe es. Amen.

제목: 나사로를 살리신 예수님
본문: 요한 복음 11장1.3.17-27.41-45절

하나님 아버지와 우리 주 예수 그리스도로부터 오는 은혜와 평강이 여러분과 함께 하시길 원합니다.

사랑하는 성도 여러분, 병든 나사로는 몸져 누워있고, 그 누이들은 예수님께 사람을 보냅니다. 누이들은 동생 나사로가 죽을까봐 두려움에 떨고 있습니다. 너무도 긴박한 상황입니다.
가족과 친구들은 이 소식을 듣고 곧바로 달려 왔지만 예수님은 즉시 오지 않고 며칠을 더 소비합니다. 이 때 나사로는 죽게 됩니다.

마르다는 이 때문에 예수님께 한탄하며 불평합니다. “당신이 여기 계셨다면 내 동생은 이렇게 죽지 않았을 것 아닙니까?” 저는 이 구절에 다다를 때 마다 저 스스로 다시 되묻곤 합니다. ‘마르다의 불평과 한탄이 정당한 것은 아닐까?’

예수님은 마르다, 마리아, 나사로와 아주 절친한 사이였고 이를 요한복음서 기자는 이렇게 진술합니다. “예수께서는 마르다와 그 자매와 나사로를 사랑하셨다”(5절)
그렇다면 예수님이 그녀들의 형제인 나사로를 구하기 위해 최대한 빨리 오셨어야만 하는 것은 아닐까요?

이 본문의 상황은 오늘날 우리 삶에서 발생하는 긴급한 상황을 다루고 있습니다.
갑작스런 병으로 위급한 상황이 발생할 때 우리는 의사가 즉시 와서 봐주기를 고대합니다. 그리고 나서 의사들에게 이렇게 말하곤 합니다.
“아이고 의사선생님, 선생님이 십분만 빨리 왔더라도.....”, “일분만 일찍 오셨더라면....”, “하루만 빨리 오셨다면....” 또는 종종 이렇게 생각하기도 합니다. “그 때 내가 집에 있었더라면 이런 일이 생기지 않았을텐데...”, “그 때 밖에 나가지만 않았더라면...”, “직장에 일만 없었더라면...”, “아! 그때! 집 안을 한번 만이라도 좀 둘러보기만 했더라면....”

이런 때늦은 탄식은 항상 적절한 시기, 기회, 도움을 주는 사람들을 향한 것들입니다. ‘의사가 제때 와서 처리했다면....’
죽음이라는 종국적인 사건은 우리에게 ‘만일’, ‘...했더라면..’과 같은 뒤 늦은 후회와 탄식을 낳게 합니다. 또한 이것으로 끝나는 것이 아니라, 이 죽음에 누가 책임이 있는지를 찾아내고 그를 희생양으로 만들어야 직성이 풀릴 것 같습니다.

마르다의 반응을 봅시다. 그녀는 우선 이렇게 말합니다. “당신이 여기 있기만 했어도 내 동생은 죽지 않았을 것입니다.” 이런 행동은 위기와 탄식으로 절망하는 우리들의 일반적인 태도와 다르지 않습니다. 그러나 마르다의 말은 여기서 그치지 않고 한발 더 나아갑니다. “당신(예수님)이 구하는 모든 것을 하나님이 이루어 주실 것을 나는 믿습니다.”

사실 예수님은 나사로의 소식을 들은지 4일 이상 소모했고, 그 기간 동안 두 자매는 괴로움과 초조함 속에서 나사로의 의식이 점점 사라지고 있는 것을 고통 속에서 목격했습니다. 그럼에도 불구하고 마르다는 이제 주님께 의지하면서 주님에게 큰 기적을 바라고 있습니다.

그 후, 예수님이 도착했고, 이 도착의 소식을 듣고 마르다는 예수님 앞으로 달려 나갑니다. 마르다의 신뢰(신앙)는 아직 꺾이지 않았습니다. 그녀가 보여주고 있는 이 신앙의 모습은 신앙이란 것이 그저 눈앞에 보이는 현상(나사로의 죽음)에 좌지우지 되지 않고 있다는 것을 보여줍니다.

마르다는 지금 믿음의 조상인 아브라함처럼 행동하고 있습니다. 사도바울에 의하면 ‘아브라함은 소망할 수 없는 것을 희망하고 이것을 믿었다’고 전합니다. 마르다와 모든 사람들의 생각에 나사로를 살리기에는 이미 늦은 시간에 예수님이 나타났지만, 그럼에도 불구하고 마르다는 그 어려운 상황 속에서 자신이 기대고 울음을 터트릴 만한 분이 예수님이라는 사실을 알고 있었습니다.

주님이 대답합니다. “네 오라버니가 일어날 것(부활)이다.” 이 말을 듣고 마르다는 그저 슬픔을 위로하는 정도로 받아들인 것 같습니다. 주님의 말씀이후에도 아무런 변화가 일어나지 않습니다. 가족의 죽음에 대한 고통, 도움을 줄 수 있다고 생각한 주변 사람들에 대한 실망감이 전혀 사그라지지 않습니다.

마르다와 예수님이 만나는 이 본문을 조금 더 고민하면서 상황을 생각해 본다면 예수님의 말씀을 듣고 있는 마르다가 피곤함 때문에 모든 것이 귀찮은 지경에 있다는 사실을 알 수 있습니다. 마르다의 답변을 한 번 보십시오. 27절. “네, 네! 그렇구 말구요. 마지막 날 그가 다시 살아나리라는 것은 나도 알고 있습니다.”

우리 본문에 쓰여 있지는 않지만 마르다의 말(27절)을 우리말로 쉽게 바꾸어 보면 이렇게 될 것입니다. “부활요? 그래서요? 종말의 때 부활? 아, 그거 너무 멀리 있지 않습니까? 예수님, 좀 보세요. 지금! 내 오빠가 죽었잖아요... 오빠의 죽음 때문에 고통이 목 끝까지 차오르고 있는 게 보이지 않으세요? 나 지금 죽을 것 같단 말이예요...”

마르다의 답변을 잘 보시기 바랍니다. 마르다는 “그가 일어날 것을 믿는다”고 말하지 않습니다. 그녀는 “그가 일어날 것을 안다”고 답합니다. 마르다가 알고 있는 것은 결코 그녀의 고통, 죽음의 순간을 멈추지 못하고 있습니다. 만일 그녀가 안다고 하지 않고 ‘믿는다’고 했다면 어떤 일이 벌어졌을까요?

믿는다고 고백하는 순간 아마도 그녀의 희망과 주님을 향한 신뢰는 위력을 발휘했을 지도 모릅니다. 믿는다고 고백하는 순간 죽음 앞에서 그는 당당히 그 자리를 털고 일어났을지도 모릅니다. 믿는다고 고백하는 순간 생명은 의심을 소멸했을지도 모릅니다.
주님은 마르다의 연약함을 보시고 신앙에 대한 문제를 다시 묻습니다. “나는 부활이요 생명이니 나를 믿는 자는 죽어도 살고 살아서 나를 믿는 자는 영원히 죽지 않을 것이다. 네가 이것을 믿느냐?”
이제 마르다가 ‘알고 있는 것’은 신앙으로 옮겨갑니다. 가족의 죽음에도, 친구인 예수님이 늑장을 부렸다고 생각할지라도 마르다 안에 간직되어 있는 신앙의 힘은 여전히 꺼지지 않았습니다. 이제 예수님은 그녀 안에 숨겨진 신앙의 힘을 깨웁니다.

나사로가 죽음에서 일어날 것이라고 주님이 말씀하신 다음, 예수님은 마르다의 모든 관심을 마르다 자신 속에 숨겨진 깊은 곳으로 돌려놓습니다. 26절 말씀을 다시 잘 본다면 주님은 마르다에게 이렇게 말씀하시는 것입니다. “내가 곧 부활이요 생명이다. 네가 나와 함께 살아 생동하는 관계 속으로 들어오기만 한다면 너의 믿음이 현실이 될 것이다.” 이 말씀은 진리입니다. 주님은 그녀에게 이 진리의 말씀을 이해시키고, 부활에 대한 앎(지식)이 그저 죽은 채로 남도록 내버려 두지 않습니다.

부활에 대한 앎은 살아계신 주님에 대한 신뢰가 있을 때만 능력이 됩니다. “내가 곧 부활이요 생명이다.” 예수님은 마르다 안에 있는 신앙의 힘을 새롭게 만드는데 성공합니다. 주님의 말씀에 마르다는 “주님. 네 맞습니다. 당신은 그리스도이며 살아계신 하나님의 아들로 이 땅에 오신 분이라는 것을 나는 믿습니다.”
마르다는 이제 예수님께 자신의 신앙을 진심으로 고백합니다. 단순히 자신이 알고 있는 것을 입으로 되뇌는 것이 아닙니다. 주님이 일깨우신 신앙의 새로운 열정으로 그녀는 고백하고 있는 것입니다. 요한복음에 나오는 이 이야기는 일반적인 기적이야기를 말하려고 하는 것이 아닙니다. 이 본문에서 요한기자가 관심을 두고 우리에게 던지려고 하는 주제는 “예수님” 자신입니다.

주님은 나사로를 살리기 직전에 이렇게 기도합니다(41-42절). “아버지 내 말을 들어주신 것을 감사드립니다. 나는 아버지께서 언제나 내 말을 들어주시는 줄 압니다. 그런데도 이렇게 말씀을 드리는 것은 둘러선 무리에게 아버지께서 나를 보내신 것을 믿게 하려는 것입니다.” 바로 이것입니다. 마르다에게 참된 믿음을 갖게 하는 것, 바로 하나님이 보내신 것이라는 진리를 믿게 하는 것이 바로 이 본문의 목적입니다.

이 이야기의 초두인, 마르다가 주님이 오실 것을 부탁한 장면과 늦게 도착한 사건은 이미 예수님이 모든 사건의 주인공이라는 사실을 보여주고 있습니다. 나사로가 위급하다는 소식을 듣고 주님의 반응은 4절에 잘 나와 있습니다. “이 병은 죽을 병이 아니다. 그것은 오히려 하나님의 영광을 드러낼 병이다. 이 일로 말미암아 하나님의 아들이 영광을 받게 될 것이다.”(4절)

이 이야기의 처음 시작부터 이미 주님은 모든 사건의 중심이 자신이 될 것이라는 것을 분명히 하고 계십니다. 생명의 부활은 결코 주님을 떠나서 있지 않습니다. 오직 그 분을 통해서만 있습니다.
이제 나사로를 살리신 사건 이후에 복음서 기자는 주님을 따르는 제자들의 염려에 대해 서술합니다. 제자들은 예수님이 예루살렘 근처인 베다니로 가는 것을 원치 않습니다. 그곳에서 유대인들은 예수님을 죽이기 위해 모의를 하고 있었기 때문입니다.
제자들은 주님의 생명이 위태롭다는 것을 걱정했고, 나사로를 살리신 그 분이 죽음으로 내몰리는 것을 원치 않았습니다. 그러나 제자들이 정말 모르고 있던 사실이 있습니다. 그것은 바로 예수님이 자신의 생명을 모든 만민의 생명을 위해 죽음의 장소로 가려고 한다는 것입니다.
성서의 이 본문에서 보여주는 사건은 자신의 생명을 남을 위해 던지는 하나님의 모습이며, 바로 예수님이 골고다 언덕에서 받으신 수난을 통해 현실화 됩니다. 주님이 죽으십니다. 그러나 그 분은 우리를 위해 자신의 생명을 던지신 것입니다.
나사로를 살리신 사건은 예수님을 반대하던 대적자들에게 아주 좋은 구실을 제공했습니다. 요한 기자는 요한복음 11장에서 유대인 지도자들이 어떻게 예수님을 죽음으로 몰고 가는지 보여주고 있습니다. 그 때문에 나사로를 살리신 사건은 예수님 수난의 전주곡이라 할 수 있습니다.
주님은 나사로에게 생명을 주셨습니다. 그리고 이 사건은 사람들이 주님의 생명을 빼앗는 단초가 됩니다. 그러나 하나님은 사람들이 자신의 유익을 위해 악행을 저지를지라도 그것을 선용할 길을 분명히 아십니다.
구약의 요셉을 보십시오. 요셉은 창세기 마지막 장인 50장에서 자신에게 악행을 저지른 자기 형제들을 용서하면서 이렇게 말합니다. “당신들은 나를 해하려 하였으나 하나님은 그것을 선으로 바꾸셨습니다.”(창50:20)

예수님의 희생은 결코 나사로를 위한 한 번 일어난 은혜가 아닙니다. 오히려 예수님을 믿고 따르는 모든 사람들, 바로 우리 모두의 생명을 위한 것입니다. 비록 주님을 따르는 우리가 주님을 죽음으로 내몰고 있을지라도 말입니다. 지금 이 자리에 살아서 주님을 믿는 자는 누구든지 결코 죽지 않고, 주님이 주시는 영생을 누리게 될 것입니다.


기도합시다.
주님, 나사로에게 일어나라 하신 것처럼 우리에게 말씀하소서. 이 세상은 우리의 무덤입니다. 우리의 악한 본성이 바로 우리의 무덤입니다.
그러나 주님, 말씀하소서. 우리가 살겠나이다.
아멘

Mitgliedschaft und Spenden


Die Evangelische Gemeinde deutscher Sprache in Seoul ist in ihrer Organisation ein selbständiger Verein. Die Gemeinde lebt vom ideellen und finanziellen Engagement ihrer Mitglieder. Den Haushalt müssen wir selber durch Mitgliedsbeiträge, Spenden, Basare und Feste aufbringen. Nur gelegentlich, bei außergewöhnlichen Anforderungen, erhalten wir einen Zuschuss von der Evangelischen Kirche in Deutschland. Der Pfarrer lebt von seinen eigenen Einkünften, Die Gemeinde stellt ihm die Wohnung, die Evangelische Kirche in Deutschland zahlt ihm einen Betrag zur Deckung seiner Unkosten in Deutschland. Das Bestehen der Gemeinde seit 30 Jahren verdankt sie also ihren Mitgliedern und Spendern. Trotz der geringen Finanzmittel ist die Gemeinde nicht nur ihrem geistlichen, sondern immer auch ihrem diakonischen Auftrag nachgekommen, indem sie mit den Spenden soziale Projekte in Korea unterstützt hat. Sie haben in den Gemeindebriefen immer wieder davon lesen können. Allen Ihnen möchte ich ganz herzlich für ihre Bereitschaft danken, der Gemeinde die finanzielle Grundlage zu sichern, einen Beitrag zu diakonischen Aufgaben zu leisten und mit Ihrem Einsatz das Leben der Gemeinde zu gestalten. Diejenigen, die nicht Mitglied sind, möchte ich einladen, sich der Gemeinde anzuschließen.

Als Regelbeitrag für eine Familienmitgliedschaft – unabhängig von der Anzahl der eintretenden Familienmitglieder – hat die Gemeinde einen monatlichen Beitrag von 30.000 KRW festgesetzt. In besonderen Fällen kann dieser Betrag ermäßigt oder erlassen werden. Am Geld jedenfalls scheitert die Mitgliedschaft in einer christlichen Gemeinde nicht. Natürlich ist die Gemeinde jedem dankbar, der auch mehr als diesen Regelbeitrag zu zahlen bereit ist. Ein Beitrittsformular finden Sie auf den letzten Seiten unseres Gemeindebriefes.

Natürlich gibt es immer wieder Situationen, die eine Mitgliedschaft nicht oder im Moment nicht zulassen. Unsere Veranstaltungen stehen selbstverständlich auch allen Nichtmitgliedern offen. Als Gemeinde freuen wir uns über Spenden.

Lohnsteuerzahler in Deutschland erhalten am Jahresende eine Spendenbescheinigung, wenn Sie uns Ihren Wunsch mitteilen. Auch die Mitgliedsbeiträge sind in diesem Sinne Spenden.

Andere Webseiten

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EKD-Übersee

Katholische Gemeinde Seoul

Geschichte der Gemeinde

30 Jahre Evangelische Gemeinde Deutscher Sprache in Korea

Der 5.Juni 1977 ist das Gründungsdatum für die evangelische Auslandsgemeinde in Seoul. Damals lebten nur wenige hundert Deutsche in Korea. Eine kleine Gruppe engagierter evangelischer Christen hatte sich zusammengetan und beschlossen, sich in einer kirchlichen Gemeinschaft zu organisieren. Nach einem Gottesdienst in der Lukaskapelle der Yonsei-Universität trafen sie sich und stellten eine erste Gemeindeordnung zusammen. Damit war eine Grundlage und Ausgangsbasis für die Gestaltung und weitere Entwicklung des Gemeindelebens geschaffen worden. Es war Pfingstzeit, und man vertraute auf die Kraft und Wirkung des Heiligen Geistes, der „die ganze Christenheit auf Erden beruft, sammelt, erleuchtet, heiligt und sie bei Jesus Christus erhält im rechten einigen Glauben“ (M.Luther).

Im folgenden Jahr 1978 bestand die Gemeinde aus 17 eingeschriebenen Mitgliedern. Mittlerweile war auch ein Kirchenraum für die Sonntagsgottesdienste gefunden worden: die International Lutheran Church (ILC). Hier kam und kommt die evangelische deutschsprachige Gemeinde bis heute zum Gottesdienst zusammen, unterbrochen in den Jahren 1999 und 2000, in denen die Hannam-Kirche Gastgeberin für die Gemeinde war.

Auf Gott vertrauen – das Leben im Ausland miteinander gestalten – Menschen in der Fremde eine geistliche Heimat geben – so läßt sich umschreiben, was sich die Gemeinde als Ziel gesetzt hat. Dabei halfen in den Jahren 77-91 vor allem die Pfarrer Böhnke, Isermeyer und Thoma, die jeweils etwa sechsmal im Jahr von Tokio nach Seoul kamen, um der Gemeinde mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

„Der Wechsel von Personen in unserer Gemeinde ist Normalität“, diese Feststellung eines Gemeindegliedes bei einer Gemeindeversammlung beschreibt trefflich die Situation vieler Auslandsgemeinden. Das Ankommen und Abschiednehmen ist ein charakteristisches Merkmal. Veränderung und Wandel sind damit verbunden. Für Kontinuität und Halt steht der Gottesdienst. Das Lob Gottes und das Hören auf Gottes heilsames Wort – das bildet die Mitte der Gemeinde Jesu Christi. Von dieser Mitte ging von Anfang an der Blick hinaus auf die Nachbarschaft und Gesellschaft.

Nachdem es am1.Oktober 1986 zur Gründung einer „Deutschsprachigen Katholischen Gemeinde Seoul“ gekommen war, wurde daraufhin der Wunsch nach einem Kennen lernen und nach Zusammenarbeit, wo immer auch möglich, geäußert. Eine erste Folge davon war, daß der seither von der evangelischen Gemeinde hergestellte Gemeindebrief seit März 1987 erweitert wurde und seitdem von beiden Gemeinden erstellt wird.

Gemeinsame Gottesdienste zu verschiedenen Anlässen im Laufe eines Jahres wurden initiiert und haben heute ihren festen Ort im Leben beider Gemeinden, ebenso das große Sommerfest, der ökumenische Kirchenchor, Weltgebetstag der Frauen, und die gemeinsamen Bibelstunden und Ausflüge. Die evangelische Gemeinde war sich von Anfang an auch ihrer sozialen Verantwortung in Korea bewußt. Die Verbundenheit zu verschiedenen sozialen Einrichtungen und die soziale finanzielle Unterstützung durch Gottesdiensteinlagen und Sommerfesteinnahmen gehören zum Konzept der Gemeinde. So kamen z.B. im Jahr 2002 ca. 40% der gesamten Ausgaben der evangelischen Gemeinde mehreren Sozialprojekten zugute! Nach längeren Verhandlungen kam es im Mai 1999 zur Mitgliedschaft der evangelischen Gemeinde bei der Presbyterianischen Kirche in der Republik Korea (PROK). Damit wurde eine offizielle Anbindung an eine koreanische Kirche besiegelt.

In Abwandlung eines Lutherwortes gilt: Das Leben einer Gemeinde ist nicht ein Sein, sondern ein Werden. (Pfarrer Klaus Reiser)